Gold im Slopestyle der Frauen für McManiman (CAN)
Audrey McManiman (CAN) hatte 2011 zwei Knieoperationen. Wer sie (CAN) in ihrem Goldmedaillen-Run im Snowboard Slopestyle-Finale der Frauen bei den Innsbruck 2012 Olympischen Jugend-Winterspielen am Donnerstag mitverfolgt hat, würde nie erahnen, dass sie sich 2011 zwei Knieoperationen unterziehen musste.
„Ich habe so hart gearbeitet und so viel Zeit in die Physiotherapie gesteckt. Ich kann gar nicht glauben, wie gut es sich anfühlt, hier dabei zu sein“, so McManiman.
Ihre Punktezahl von 84.25 reichte aus für die Goldmedaille, vor Arielle Gold (USA), die sich mit 71.75 die Silbermedaille schnappte und Alexandra Fitch (AUS), die sich mit 69.75 noch die Bronzemedaille sichern konnte.
McManiman erlitt zu Beginn der Saison 2010-2011 einen vorderen Kreuzbandriss am linken Knie und am Ende der Saison gleich auch noch am rechten.
Um sich so schnell wie möglich zu erholen, lies sie gleich beide Operationen im Sommer 2011 machen und ging dann 4 Monate lang täglich zur Physiotherapie, um rechtzeitig im Dezember wieder im Schnee zu sein.
Innsbruck 2012 war ihr erster Wettkampf seit der Operation, aber die Nachwirkungen der Verletzung merkte man ihr keineswegs an, als die 16-jährige den höchsten Air in ihrer bisherigen Snowboarderkarriere machte.
„Das war der höchste Method Air, den ich jemals gesprungen bin“, so McManiman über ihren letzten Trick am Ende ihrers Goldmedaillen-Runs.
Alle Damen auf dem Siegertreppchen sind komplett durchgestartet.
„Das hab ich wirklich überhaupt nicht erwartet“, so Silbermedaillengewinnerin Gold. „Ich bin nicht mal wirklich eine richtige Slopestyle-Fahrerin. Mir wurde gesagt, ich kann das, also bin ich hier zum Spaß angetreten.
Das bedeutet, dass Arielle Gold mit 2 Silbermedaillen nach Colorado (USA) zurück kommen wird. Die erste gewann sie am Sonntag im Halfpipebewerb der Frauen.
Die Halfpipebewerbe der Männer und Frauen waren eigentlich für Freitag den 20. Jänner geplant, aber das Finale wurde aufgrund des vorhergesagten starken Winds für Freitag auf Donnerstag verschoben.
Der Wind kam schließlich schon auf, als das Finale näher rückte. Und die Sicht war deutlich schlechter als bei den sonnigen Trainingsrunden zu Beginn der Woche.
„Ich bin noch nie zuvor so einen langen Park gefahren“, so Fitch. „Der Wind hat mit mich ein bisschen heruntergezogen, aber wir haben einfach unser Bestes gegeben und es war ok.“
Fitch genoss das Gefühl auf dem Siegertreppchen, nachdem sie die Medaille am Sonntag im Halfpipebewerb der Frauen knapp verpasst hatte.
„Es ist großartig“, so Fitch. „Es ist toll, hier oben zu stehen und mein Land zu vertreten. Das ist eine tolle Erfahrung.“
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